Tierheim Arche Noah
Tierpsychologie
Brief an mein Herrchen
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Mein neuer kleiner Freund, der mir sofort sehr ans Herz gewachsen ist!
Im November letzten Jahres, wurde im Tierheim ein kleiner, 12 Wochen alter Welpe abgegeben.
Wir bekamen die Information, das der Kleine schon seit einer Woche alleine draußen rum lief. Er wurde zwar von bestimmten Leuten gefüttert, jedoch hat sich keiner weiter darum gekümmert.
Warum läßt man einen kleinen Welpen einfach weiter laufen ???
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Der erste Moment unserer Begegnung.
Von da an folgte er mir auf Schritt
und Tritt.
Also begleitete er mich in meinen Salon.
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Ich setzte ihn auf meinen Tisch und
dort blieb er ruhig liegen.
Er schaute dann, wie ein Profi, in die Kamera.
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Danach wurde erst einmal der Inhalt in
meinem Koffer untersucht.
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Übrigens, meine Brille fand er
auch sehr interesannt.
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Am Abend nahm ich den kleinen mit nach Hause, um ihn zu versorgen.
Allerdings, als ich ihm sein Fressen hin stellte und noch
dicht an seinem Fressnapf war, fing dieser kleine Fratz
plötzlich an mich anzuknurren, wie ein großer Hund. Er zog die
Leftzen nach hinten und sah in dem Moment nicht mehr wie ein
Welpe aus.
Das hat mich total erstaunt, denn das ist absolut kein normales
Verhalten eines Welpen.
Irgendetwas muß er erlebt haben, bei den Menschen wo er zuvor war!
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Von diesem Moment an gab es nur eine Möglichkeit. Ich fütterte den kleinen Kerl grundsätzlich nur noch
aus der Hand.
Nur so kann man ihm das "Anknurren" abgewöhnen.
Er machte das auch sehr gut mit und es gab keine
Schwierigkeiten dabei.
Überhaupt nahm er meine Stimme und Kommandos sehr
gut an und reagierte schnell darauf.
Allerdings war ich auch sehr konsequent mit ihm.
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Immer nach dem Fressen, Spielen und Schlafen, brachte ich ihn
zum " Pipi " machen raus. Und siehe da, nach zwei Tagen kannte
er das Wort schon richtig gut, sodaß er sein Gassi überwiegend
draußen machte.
Na ja, außer wenn ich am Morgen nicht schnell genug in meine
Jogginghose kam. Aber auch da, war er schon auf dem Weg
zur Terrassentür.
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Diese kleine, mit Musik laufende Ente,
wurde sein lieblings Spielzeug.
Damit tobte er richtig durch meine
Wohnung und spielte mit ihr verstecken.
Wie man sieht, ein richtige Schelm! |
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Auch die Tage, die er mit mir in meinem
Salon verbrachte, war er ein absolut lieber
und sehr pflegeleichter Hund.
Er verhielt sich sehr ruhig, lag auf seinem Platz,
machte keinerlei Blödsinn. Er kam nur wenn ich
ihn Auffordete, mit mir nach draußen und
versuchte nie, wenn die Tür aufging, raus zu laufen.
Wirklich ein toller Welpe. |
Innerhalb von drei Tagen kannter er das Wort "Pipi", machte auf Kommando "Sitz" und kam sofort zu mir,
wenn ich ihn gerufen habe. Ein "Nein" wurde sofort angenommen und ein "Lob" dafür, hat er richtig verknüpft.
Aber dann kam der Anruf einer Kollegin aus dem Tierheim.
Die Besitzer hatten sich nach einer Woche und drei Tagen gemeldet und hatten Bilder von dem Welpen dabei.
(Meine pesönliche Meinung dazu, schreibe ich hier lieber nicht)
Das war allerdings schon alles, was sie nachweisen konnten. Ich habe mich ca. 30 Minuten mit den Leuten unterhalten
und ihnen einige Fragen bezüglich des Hundes gestellt, jedoch konnten sie mir keine Frage beantworten.
Es stellte sich herraus, dass keiner in der Familie Hundeerfahrung hatte und niemand wußte,
wie groß der Welpe wird, wie er erzogen werden muß, das er beim Füttern knurrt und was man in einem solchen Fall macht.
Keine kam auf die Idee, mit dem Welpen in eine Hundeschule zu gehen und sie hatten noch nicht
einmal eine Leine für ihn dabei!
Auch wann er geboren wurde, wußte niemand.
Erstaund waren sie als ich ihnen mitteilte, das der Hund durch unseren Tierarzt im Tierheim geimpft wurde und einen
Chip bekommen hat und nun jederzeit durch die Chipnummer zugeordnet werden kann.
Davon hatten sie noch nie etwas gehört.
Na ja! Was es alles so gibt.
Bei der Übergabe hat sich der Welpe in keinste Weise über seine Menschen die ihn abholten, gefreut.
All das machte mich sehr traurig! Aber, leider ist das nun mal so.
Leider gibt es viel zu wenig Menschen die sich einen Hund anschaffen, die wissen, was da auf sie zukommt. Welche
Verantwortung man tragen muß, das ein Hund richtig erzogen werden muß, regelmäßig zum Tierarzt muß und auch in
eine Hundeschule gehen sollte.
Das man konsequent sein muß und den Hund nicht vermenschlicht. Das Hunde einen Rudelführer brauchen, der ihnen
klare Richtlinien aufzeigt und ihm sagt und zeigt, wo es lang geht.
Ein Hund ist nun mal kein Kuscheltier, sondern ein Individium.
Seine Vorfahren sind die Wölfe!
Daran sollte man immer denken, wenn man sich einen Hund anschafft.
Nicht nur sehen, das er klein und niedlich ist!
Ich hoffe so sehr das es dir gut geht, mein kleiner FREUND!
Silvia Knublauch
Tierpsychologin - Beratung - Schulung








